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23.05.2018
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Terror- und Amok-Einsatzübung auf dem Bundeswehr-Gelände Bodelsberg bei Kempten

Training

Terror- und Amok-Einsatzübung auf dem Bundeswehr-Gelände Bodelsberg bei Kempten
Terror und Amok schienen für Einsatzkräfte im Allgäu lange weit weg. Doch die Einsätze in Würzburg, München, Ansbach und auch in anderen Nachbarländern haben gezeigt, wie schnell derart lebensbedrohliche Einsätze Realität werden können. Auf dem Bundeswehrgelände Bodelsberg bei Kempten haben 400 Bereitschaftskräfte des Bayerischen Roten Kreuzes und des benachbarten Auslands den Ernstfall geübt. Es ging vor allem um Verletzungen, die für die Einsatzkräfte nicht alltäglich sind. Schusswunden und Schnittverletzungen zum Beispiel. Im Ernstfall kann es eine große Anzahl Schwerverletzter geben. Wie geht man damit um? [video]https://vimeo.com/269180438[/video] Die Organisatoren mit BRK-Bezirksbereitschaftsleiter Michael Raut simulierten Szenarien mit großem Technikaufwand. An realistisch geschminkten Notfalldarstellern mit beinahe echt wirkenden Verletzungen haben sie geübt, wie sie Betroffene richtig versorgen. „Der Bodelsberg bietet uns hier einmalige Möglichkeiten, unsere Einsatzkräfte zu trainieren, sie zu fördern, aber auch gleichermaßen zu fordern“, so Raut. Die Aktion richtete sich gezielt an ehrenamtliche Einsatzkräfte. Für sie gibt es Workshops zu Themen wie Trauma-Nachsorge, Umgang mit Betroffenen oder Karte und Kompass. Die Fachdienste, beispielsweise die Rettungshundestaffeln, trainieren den Einsatz ihrer Suchhunde im Rahmen von Terror-Einsätzen. Die Übung: Zunächst mussten die Teilnehmer am Abend eine Einsatzbereitschaft für eventuelle Einsätze herstellen. Kurz nach 22 Uhr kam die erste Alarmierung. In Anlehnung an den Anschlag von Nizza im Juli 2016 mit einem LKW als "Waffe" wurde mit rund 80 Verletzten ein ähnliches Szenario geschaffen. Der LKW raste in eine Menschenmenge, der Täter stieg aus und schoss um sich. Die Polizei war schnell vor Ort, konnte den Täter stellen, er wurde durch die Beamten mit Platzpatronen erschossen. Der Sanitätsdienst vor Ort alarmierte nach. Die Lage war unübersichtlich, die Menschen (Darsteller) schrien. Überall war Blut, überall lagen Verletzte. Das erste Sichtungsteam wurde überrannt, jeder wollte Hilfe. Die Einsatzkräfte arbeiteten sich von Verletzten zu Verletzten vor. Weitere Kräfte übernahmen die Erstversorgung. Wenige Minuten später kam System in das Geschehen. Die Polizei übernahm die Sicherung des Geländes, die Rettungskräfte kümmerten sich um die Verletzten und transportierten einen nach dem anderen ab. Neben einer großen Verletztenablage wurde ein Versorgungszelt eingerichtet. Auch die Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu war im Einsatz. Zum ersten Mal nutzten sie ihre eigene Einsatzleitung in einem ihrer Fahrzeuge. So können die Einsätze noch besser und genauer koordiniert werden. Nach knapp 2,5 Stunden war ein Großteil der Verletzten abtransportiert.

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